ELEKTROMOBILITÄT IN BREMEN UND BREMERHAVEN
Damit Elektrofahrzeuge im Alltag gut nutzbar sind, ist eine bedarfsgerechte und leicht zugängliche Ladeinfrastruktur wichtig. Einerseits wird die öffentliche Ladeinfrastruktur immer weiter ausgebaut. Wenn Sie davon unabhängig sein wollen, sind Ladesäulen z. B. für Unternehmen, Wohnungsunternehmen oder Behörden möglich oder eine Wallbox zum Laden zu Hause. Ganz grundsätzlich gilt, dass Ladestationen bei uns als Ihrem Netzbetreiber angemeldet werden müssen.
Unser Antrieb: Ladeinfrastruktur für Elektromobilität im Netzgebiet
Schon heute können Elektroautos an vielen Ladestationen im Netzgebiet von wesernetz aufgeladen werden. wesernetz treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur gemeinsam mit der Schwestergesellschaft EWE NETZ voran. Dies ist schon lange Teil der Strategie im swb- und EWE-Konzern. Insgesamt stehen den Kunden bereits heute über 800 Ladestationen zur Verfügung, diese finden Sie über die Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur. Über Kooperationspartner können die Kunden auch an weiteren Ladestationen innerhalb Deutschlands ihre Elektroautos laden.
Können Sie sich vorstellen, Ihr Auto an einer Straßenlaterne zu laden? Wir schon! In unserem Pilotprojekt der intelligenten Straßenlaterne auf dem Werksgelände in Woltmershausen ist genau das schon möglich. Mit dem Pilotprojekt untersucht wesernetz die technischen und betrieblichen Voraussetzungen des Ladens an entsprechend ausgestatteten Straßenlaternen. Ob und in welchem Umfang die Lösung eingesetzt werden kann, wird nach Abschluss des Projekts bewertet.
In eigener Sache – Versorgung gewährleisten: Unser Fuhrpark im Wandel
In dem konzernweiten Beschaffungsprozess ist vorgesehen, dass Fahrzeuge mit alternativem Antrieb (z. B. Erdgas, Elektro, Hybrid) bei ansonsten gleicher Eignung bevorzugt zu beschaffen sind. Dabei verfolgt wesernetz das Ziel, bis 2030 den Fuhrpark auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben umzustellen.
Seit 2018 gehört wesernetz außerdem zu einem der ersten Unternehmen in Bremen, dass einen sogenannten Streetscooter zugelassen hat. Mit einer Reichweite von rund 80 Kilometern wird das Elektronutzfahrzeug vor allem im Stadtgebiet bei kleinen Versorgungsunterbrechungen oder alltäglichen Wartungsarbeiten eingesetzt. Neben der vorteilhaften Wendigkeit, verursacht der Streetscooter während der Fahrt keine Abgasemissionen am Fahrzeug.
Was bedeutet eigentlich Elektromobilität?
Was spricht für Elektromobilität?
Im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren bieten Elektroautos gewisse Vorteile. Elektroautos sind im Fahrbetrieb leiser als Autos mit Verbrennungsmotor und verursachen lokal keine Abgasemissionen. Da rein batterieelektrische Fahrzeuge im Fahrbetrieb keine Abgase ausstoßen, können sie insbesondere an stark befahrenen Straßen zur Verringerung lokaler Abgasbelastungen beitragen.
Ihre gesamte Emissionsbilanz hängt unter anderem von Fahrzeugherstellung und Strommix ab. Je geringer die Treibhausgasemissionen der Fahrzeug- und Batterieproduktion sowie des geladenen Stroms sind, desto günstiger fällt in der Regel die Klimabilanz des Elektrofahrzeugs aus.
Was für Arten von Elektroautos gibt es?
Batterieelektrische Fahrzeuge mit Range Extender (BEV-REx) sind Elektroautos, die zusätzlich einen kleinen Verbrennungsmotor verbaut haben, der die Batterie ab einem gewissen Punkt wieder auflädt. Dementsprechend kann das Fahrzeug sowohl an einer Ladesäule aufgeladen oder an einer Tankstelle betankt werden.
Hybridfahrzeuge (HEV) beschreiben Autos, die sowohl über einen Verbrennungsmotor als auch einen Elektromotor verfügen. Jedoch fahren Hybride überwiegend mit dem Verbrennungsmotor, der Elektroantrieb wird bei den meisten Modellen nur für wenige Kilometer und das Anfahren genutzt. Eine Aufladung über das Stromnetz ist bei diesen Fahrzeugen nicht möglich.
Plug-in Hybrid (PHEV) besitzen eine größere Batterie als Hybridfahrzeuge und können in der Regel 30-60 km mittels des Elektromotors zurücklegen. Sie können auch über das Stromnetz aufgeladen werden, genauso wie über die traditionelle Tankstelle.
Brennstoffzellen-Fahrzeug (FCEV) erzeugen die nötige Energie zum Fahren durch eine Elektrolyse von Wasserstoff und Sauerstoff. Dazu ist in dem Auto ein Wasserstofftank verbaut. Diese Autos sind allerdings nicht sehr verbreitet.
Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Wallbox, Ladepunkt, Ladesäule, Ladestation und Ladeeinrichtung?
Ladeeinrichtung ist ein Oberbegriff für technische Einrichtungen zum Laden von Elektrofahrzeugen.
Ladepunkt bezeichnet die Möglichkeit, ein einzelnes Elektrofahrzeug gleichzeitig zu laden. Eine Ladeeinrichtung kann einen oder mehrere Ladepunkte besitzen.
Wallbox bezeichnet üblicherweise eine kompakte, an einer Wand oder Stele montierte Ladeeinrichtung. Sie kann privat, gewerblich oder öffentlich zugänglich betrieben werden.
Ladestation ist ein allgemeiner Begriff für eine Einrichtung mit einem oder mehreren Ladepunkten.
Ladesäule bezeichnet meist eine freistehende Ladestation. Ob sie öffentlich zugänglich ist, hängt nicht von ihrer Bauform, sondern von den tatsächlichen Zugangsmöglichkeiten ab.
Was ist der Unterschied zwischen einer öffentlichen und einer nicht öffentlichen Ladestation?
Eine öffentliche Ladestation hingegen steht in der Regel auf öffentlichem Grund, zum Beispiel an Straßen oder Gemeindeparkplätzen. Die Ladestation kann von jedem Elektrofahrzeughalter genutzt werden und üblicherweise zahlt der Nutzer den Strom mittels Chipkarte selbst.