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Zählerwesen

Eines der Hauptaufgabenfelder Ihres Netzbetreibers ist das Zählerwesen. Als Netzbetreiber ist wesernetz unabhängig von Ihrem Energielieferanten verantwortlich für alle Angelegenheiten, die Ihren Strom-, Gas-, Wasser- oder Wärmezähler betreffen. Dies umfasst sowohl die Zählersetzung, als auch die Überprüfung der Geräte bis hin zum Zählerwechsel. 

Im Land Bremen und in den Gemeinden Stuhr, Weyhe und Thedinghausen ist wesernetz der Betreiber der Versorgungsnetze und dementsprechend Ihr Ansprechpartner, wenn es um die Energie- oder Wasserentnahme aus den Netzen der Region geht.

Zählerstandserfassung
Zählerstände ablesen ist kinderleicht – das einzige, was Sie dazu machen müssen, ist Ihren Zähler abzulesen und uns die entsprechenden Zählerstände mitzuteilen. Das können Sie entweder telefonisch, mit Hilfe der Ablesekarte oder direkt via Mail machen.

Die Ablesung kann zu unterschiedlichen Jahreszeiten stattfinden. Rechtzeitig vor Beginn des jeweiligen Ablesezeitraumes erhalten Sie Post von uns. Auf diesem Wege informieren wir Sie über den entsprechenden Ablesezeitraum. Das Zeitfenster für die Ablesungen beträgt in der Regel 14 Tage. Sollten Sie uns bis zum Ablauf dieser Frist keine Zählerstände übermittelt haben, dann führen wir eine kalkulatorische Berechnung auf Basis Ihres Vorjahresverbrauchs in Verbindung mit den zuletzt abgegebenen Zählerständen durch.
Die Zähler der neuesten Generation kommen: Ein wichtiger Schritt in Richtung Energiewende
Die Digitalisierung der Energiewende schreitet voran: Das Bundeswirtschaftsministerium schreibt den Einbau moderner Messeinrichtungen innerhalb der nächsten Jahre vor. Diese sollen zukünftig den Informationsaustausch zwischen Energieerzeugern und -verbrauchern ermöglichen. Die Grundlage hierfür bildet das neue Messstellenbetriebsgesetz (MsbG). 

Ob Sie eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem erhalten, hängt von der Verbrauchsmenge bzw. der Einspeiseleistung ab: liegt Ihr Jahresverbrauch unter 6.000 kWh, dann bekommen Sie von wesernetz eine moderne Messeinrichtung. Sollten Sie mehr als 6.000 kWh verbrauchen und/oder eine Einspeiseleistung von mehr als 7 kWp haben, dann bekommen Sie ein intelligentes Messsystem. Ein intelligentes Messsystem ist eine moderne Messeinrichtung, die um ein Kommunikationsmodul, das sogenannte Smart-Meter-Gateway, erweitert wird und somit sicher aus der Ferne abgelesen werden kann. Eine moderne Messeinrichtung kann keine Daten senden oder empfangen.
Zum Hintergrund des Zählerwechsels

Strom stammt immer häufiger aus Quellen, die wetterabhängig und nicht planbar sind, wie etwa Sonne und Windkraft. Die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfordert ein Netz, das miteinander kommuniziert und Stromerzeugung und -verbrauch in Einklang bringt. Zu viel Strom auf einmal würde das Netz überlasten – zu wenig Strom würde einen Ausfall verursachen. Beides würde die Kunden unzufrieden machen. Wenn Erzeugungsanlagen und Verbraucher Kommunikationsverbindungen nutzen, kann im Stromnetz ein Ausgleich geschaffen werden. 

Allgemeine Fragen zum Rollout der neuen Zähler

Eine moderne Messeinrichtung (mME) ist ein digitaler Stromzähler, die den Energieverbrauch gesamt und aktuell widerspiegelt und für 24 Monate speichert.

Ein intelligentes Messsystem (iMS) ist eine moderne Messeinrichtung, die über eine Kommunikationseinheit (Gateway) in ein sicheres Kommunikationsnetz eingebunden ist. Alternativ ist auch die Bezeichnung "SmartMeter" gebräuchlich.

Als Privatkunde mit einem Jahresverbrauch von unter 6.000 kWh wird bei Ihnen eine moderne Messeinrichtung installiert. Mit einem Jahresverbrauch von bis zu 100.000 kWh erhalten Sie ein intelligentes Messsystem. Zudem wird bei Einspeisern (z.B. mit Photovoltaikanlagen), deren Anlage mehr als 7 Kilowatt (kW) installierte Leistung hat, ein intelligentes Messsystem eingebaut. Dieses arbeitet als "Zweirichtungszähler" und ist eine Kombination aus Einspeisezähler und Bezugszähler. Sie benötigen also nur ein Gerät und nicht zwei separate Zähler für Verbrauch und Einspeisung.

Technische Informationen zu Ihrem neuen Stromzähler, wie z.B. eine Bedienungsanleitung, erhalten Sie hier.

Die modernen Messsysteme ermöglichen es, Ihren Energieverbrauch der letzten 24 Monate – auf Tage, Wochen, Monate und Jahre zusammengefasst –über ein Display nachzuvollziehen. Sie sehen jederzeit Ihren tatsächlichen Energieverbrauch, Ihre Nutzungszeit und mögliche Änderungen Ihres Verbrauchsverhaltens. Mit einem intelligenten Messsystem sehen Sie noch mehr: Informationen zu Ihrem Tarif, entsprechende Messwerte und mögliche Wechsel in andere Tarifzonen können Sie in einem Kundenportal abrufen. So können Sie Ihre Rechnung besser nachvollziehen. Zudem kann das intelligente Messsystem Daten versenden und empfangen und angeschlossene Geräte oder Anlagen werden somit steuerbar.

Der Austausch des Zählers ist für Sie kostenlos. Sie zahlen weiterhin nur Ihre jährlichen Betriebskosten. Die Abrechnung dafür erfolgt, je nachdem welchen Lieferanten Sie haben, entweder wie bisher auch direkt über diesen oder aber ggf. über wesernetz separat. Die Kosten für den Messstellenbetrieb richten sich nach Ihrem Jahresverbrauch und bei Einspeisern nach der installierten Einspeiseleistung. Der Gesetzgeber hat Preisobergrenzen festgelegt, die von allen grundzuständigen Messstellenbetreibern, in diesem Fall wesernetz, einzuhalten sind. Daran halten wir uns selbstverständlich.

Sie werden rechtzeitig schriftlich benachrichtigt. Etwa drei Monate vor Einbau erhalten Sie eine persönliche Ankündigung und 2 Wochen vorher einen Terminvorschlag von uns per Post. Sollte dieser für Sie nicht passen, vereinbaren Sie gerne einen Wunschtermin mit uns. Unsere Kontaktdaten finden Sie auf dieser Seite bzw. in dem Schreiben, welches wir Ihnen senden.

Unsere und die Mitarbeiter unserer Servicepartner sind verpflichtet, sich Ihnen gegenüber auszuweisen.

Der Wechsel des Zählers dauert etwa 30 Minuten.

Nein, Ihre Anwesenheit ist nicht erforderlich, sofern der Zugang zum Zählerschrank beziehungsweise Zählerplatz gewährleistet ist. Sie können z.B. Ihre Nachbarn fragen, ob Sie den Zugang ermöglichen können, sofern Sie keine Zeit haben.

Der alte Zähler wird ausgebaut und anschließend durch uns fachgerecht entsorgt.

Nein, gemäß MsbG besteht eine Mitwirkungspflicht im Sinne der Digitalisierung der Energiewirtschaft. Weder der Stromkunde noch der Wohnungseigentümer ist berechtigt, die Ausstattung einer Messstelle zu verhindern oder nachträglich abändern zu lassen.

Nein. Gas-, Wasser- oder Wärmezähler sind nicht betroffen.

Bei modernen Messeinrichtungen werden die Verbrauchsdaten im Gerät gespeichert. Die Daten werden einmal pro Jahr durch Sie oder einen Zählerableser abgelesen und für die Abrechnung genutzt.

Bei intelligenten Messsystemen erfolgt die Ermittlung der Zählerstände viertelstündlich und sie werden im Gerät gespeichert. Sie können diese Daten "vor Ort" zur eigenen Verbrauchsvisualisierung nutzen, eine Datenübertragung nach Extern erfolgt dabei noch nicht.

In unserer Grundeinstellung werden die Daten monatlich an den Lieferanten und den Netzbetreiber übermittelt. Nur wenn Sie einen Tarif mit Ihrem Lieferanten abgeschlossen haben, der eine genauere Messung und Übermittlung erfordert, werden die Daten entsprechend häufiger übermittelt.

Da Stromverbrauchswerte, die intelligente Messsysteme erheben, theoretisch Rückschlüsse auf Lebensgewohnheiten erlauben, sind sie hochsensibel. Deshalb werden vom Gesetzgeber hohe Anforderungen an die Datensicherheit gestellt. Personenbezogene Daten werden gelöscht, sobald sie nicht mehr benötigt werden. Sollten Daten weitergehend genutzt werden, werden wir von Ihnen immer vorab eine Zustimmung dazu einholen. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie auch unter https://www.wesernetz.de/datenschutz.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat unter Einbindung des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), der Bundesnetzagentur (BNetzA) und der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) verbindliche Schutzprofile und technische Richtlinien zum Datenschutz und zur Datensicherheit erarbeitet. Nur solche Zähler erhalten ein Siegel des BSI, welche nachgewiesenermaßen die sehr hohen Datenschutz- und Datensicherheitsanforderungen erfüllen. Auch zukünftig wird das BSI die Sicherheit überwachen und die Sicherheitsanforderungen kontinuierlich anpassen.

Zählerwesen
Das Land Bremen bekommt moderne Messeinrichtungen. Als Netzbetreiber ist wesernetz dazu verpflichtet, alle im Netz befindlichen Stromzähler durch sogenannte moderne Messeinrichtungen zu ersetzen. Dabei gibt es zwei Unterschiedliche Geräte, die abhängig vom Jahresverbrauch verbaut werden.

Haushalte mit einem Jahresverbrauch von bis zu 6.000 kWh erhalten eine sogenannte moderne Messeinrichtung. Das ist ein digitaler Stromzähler, der neben dem aktuellen Stromverbrauch auch die Verbräuche der vergangenen Tage, Wochen, Monate und Jahre speichern und anzeigen kann.

Alle Haushalte oder Unternehmen, die einen Verbrauch von mehr als 6.000 kWh haben, werden mit einem sogenannten intelligenten Messsystem ausgestattet. Hierbei handelt es sich um eine moderne Messeinrichtung, die zusätzlich mit einer Kommunikationseinheit, dem sogenannten Smart-Meter-Gateway, ausgestattet wird. Ist Ihr Zähler mit einem derartigen Kommunikationsmodul ausgestattet, dann werden Ihre Zählerstände automatisch an uns übermittelt und die Ablesung entfällt.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf www.zaehlerzukunft.de, hier haben wir für Sie alle Informationen rund um die Umstellung auf moderne Messeinrichtungen gesammelt platziert.
Zähler - Sperrung / Wiederinbetriebnahme
Sollte Ihr Lieferant uns mit der Sperrung Ihres Anschlusses beauftragt haben, dann nimmt unser Außendienst die Sperrung des entsprechenden Zählers vor. Sobald Ihr Zähler gesperrt ist, können Sie keinen Strom mehr beziehen, haben Sie kein Wasser mehr, kein Gas oder auch Wärme.

Damit Sie die Leistung wieder wie gewohnt beziehen können, bedarf es einer Tilgung der Schulden gegenüber dem Lieferanten Ihrer Wahl. Sobald Sie die Schulden bei Ihrem Lieferanten beglichen haben, beauftragt dieser uns mit der Entsperrung Ihrer Anlage, damit Sie wieder wie gewohnt Energie bzw. Wasser verbrauchen können.

Die Wiederinbetriebnahme Ihrer Stromversorgung erfolgt seitens wesernetz nur bis zum Zähler, damit Sie wieder ganz normal über Strom verfügen können, müssen Sie ihre Anlage wieder von einem von uns zugelassenen Elektroinstallateur freischalten lassen.

Eine entsprechende Übersicht der von uns zugelassenen Elektroinstallationsbetriebe  in Ihrer Umgebung finden Sie hier.