Netznutzung

Entgelte


Preisblatt Netznutzung Strom, gültig ab 01.01.2018

Die Netznutzungsentgelte in Preisblatt 1 beinhalten die folgenden Leistungen:

- Nutzung der Netzinfrastruktur (z. B. Leitungen, Transformatoren, Schaltanlagen),

- Erbringung von Systemdienstleistungen (z. B. Frequenzhaltung, Spannungshaltung, Betriebsführung) zur Gewährleistung eines zuverlässigen und sicheren Netzbetriebes,

- Deckung der beim Stromtransport auftretenden Verluste.

zuvor gültige Preisblätter

Meldung selbstverbrauchter Strommengen gem. § 26 Abs. 2 KWK-G 2016 

Individuelle Netzentgelte nach § 19 Absatz 1 StromNEV

Für Entnahmestellen mit einer zeitlich begrenzten hohen Leistungsaufnahme, der in der übrigen Zeit eine deutlich geringere oder keine Leistungsaufnahme gegenübersteht, bietet die wesernetz Bremen GmbH ein Monatsleistungspreissystem gemäß § 19 Abs. 1 StromNEV an.
Die Monatsleistungspreise im Preisblatt 1 entsprechen einem Sechstel des Jahresleistungspreises dieses Preisblattes mit einer Jahresbenutzungsdauer größer 2.500 h der jeweiligen Entnahmeebene, unabhängig von der tatsächlichen Benutzungsstundenzahl. Zur Berechnung des Arbeitsentgeltes kommt der entsprechende Arbeitspreis dieses Preisblattes zur Anwendung.

Um den Monatsleistungspreis nutzen zu können, muss sich der Netzkunde spätestens einen Monat vor Beginn des Abrechnungszeitraumes (Kalenderjahr) für die Abrechnung nach Jahres- oder Monatsleistungspreis für die Entnahmestelle verbindlich entscheiden und dies der wesernetz Bremen GmbH schriftlich mitgeteilt haben. Dies schließt eine nachträgliche Optimierung zwischen Monats- und Jahresleistungspreisabrechnung während oder am Ende des zwölfmonatigen Abrechnungszeitraumes aus. Die Festlegung verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht bis einen Monat vor Beginn der folgenden Abrechnungsperiode eine anders lautende schriftliche Mitteilung durch den Netzkunden erfolgt.

Die individuellen Netzentgelte nach § 19 Absatz 1 StromNEV  sind im Preisblatt 1 angegeben.

Individuelle Netzentgelte nach § 19 Absatz 2 Satz 1 StromNEV

Gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV ist wesernetz Bremen GmbH verpflichtet, einem Letztverbraucher in Abweichung von § 16 StromNEV ein individuelles Netzentgelt anzubieten, wenn auf Grund vorliegender oder prognostizierter Verbrauchsdaten oder auf Grund technischer oder vertraglicher Gegebenheiten offensichtlich ist, dass der Höchstlastbeitrag eines Letztverbrauchers vorhersehbar erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchstlast aller Entnahmen dieser Netz- oder Umspannebene abweicht.

wesernetz Bremen GmbH hat nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur die entsprechenden Hochlastzeitfenster für die vier Jahreszeiten je Netzanschlussebene (Hochspannung, Umspannung Hochspannung/Mittelspannung, Mittelspannung, und Niederspannung) ermittelt.

Auf Basis dieser Hochlastzeitfenster vereinbart wesernetz Bremen GmbH mit Letztverbrauchern, deren Stromentnahme aus dem Netz des Verteilnetzbetreibers für den eigenen Verbrauch an der Kunden-Entnahmestelle im der Antragstellung vorangegangenen Zeitraum, in der Regel vom 01. September des Vorjahres bis zum 31. August des laufenden Jahres, eine erhebliche Abweichung aufwiesen oder die auf andere Weise glaubhaft darlegen, dass eine erhebliche Abweichung der Jahreshöchstlast für das Folgejahr eintreten wird, ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Absatz 2 Satz 1 StromNEV. Bei der Beurteilung, ob eine "erhebliche Abweichung" vorliegt, sind die von der Bundesnetzagentur mit dem Beschluss BK4-13-739 vorgegebenen Erheblichkeitsschwellen maßgeblich.

Die mit dem Letztverbraucher abzuschließende Vereinbarung über ein individuelles Netzentgelt ist der zuständigen Regulierungsbehörde durch den Letztverbraucher oder einen Bevollmächtigten anzuzeigen. Die Anzeige muss vollständig im Sinne des Beschlusses BK4-13-739 der Bundesnetzagentur und rechtzeitig, d.h. bis spätestens zum 30.09. des ersten von der Vereinbarung betroffenen Kalenderjahres erfolgen. Die dem Netzbetreiber vorzulegende Anzeigebestätigung der Bundesnetzagentur kann hierbei nur als Beleg der Fristwahrung der Anzeige dienen, nicht als Nachweis für deren Vollständigkeit.

Anzeigeformulare und weitere Hinweise zum Thema Sonderentgelte nach § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV finden sich auf der Internetseite der Bundesnetzagentur:

www.bundesnetzagentur.de

Die Hochlastzeitfenster von wesernetz Bremen GmbH finden Sie in folgender Datei:

Individuelle Netzentgelte nach § 19 Absatz 3 StromNEV

Für die nachfolgenden Entnahmestellen wurden individuelle Netzentgelte nach § 19 Abs. 3 StromNEV festgelegt, die sich an den individuell zurechenbaren Kosten der singulär genutzten Betriebsmittel der entsprechenden Netz- oder Umspannebene unter Beachtung der in § 4 StromNEV dargelegten Grundsätze orientieren.
Die individuellen Entgelte wurden der Bundesnetzagentur im Rahmen des Netzentgeltantrages angezeigt. Die Entnahmestellen werden bezüglich ihres Entgeltes so gestellt, als seien sie direkt an die vorgelagerte Netz- oder Umspannebene angeschlossen.

Das Netzentgelt setzt sich zusammen aus den in den Preisblättern 1, 2 und 3 veröffentlichten Netzentgelten, Entgelten für Messstellenbetrieb sowie den Sonderentgelten, zuzüglich der nachfolgend genannten individuellen Netzentgelte.

Die individuellen Netzentgelte nach § 19 Absatz 3 StromNEV sind für die betroffenen Zählpunkte in Preisblatt 5 angegeben.

Informationen zum Lastprofilverfahren

Schwachlastregelung, HT / NT Schaltzeiten

Schwachlastregelung

Schwachlastzeit ist von 22.00 bis 06.00 Uhr.  

Nachweis zum Schwachlasttarif

Erhebt der Netznutzer Anspruch auf die niedrigere Schwachlast-Konzessionsabgabe, hat er wesernetz die Berechtigung durch einen Nachweis in nach der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) geeigneter Form nachzuweisen.

Weiterhin ist das Vorhandensein eines “echten“ Schwachlasttarifs Voraussetzung für die Beanspruchung der Schwachlast-KA. Es muss sich folglich um einen Tarif handeln, dessen Preisspreizung größer ist als die bloße Differenz zwischen der hohen gemeindegrößenabhängigen Konzessionsabgabe (§ 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1. b KAV) und der Konzessionsabgabe für Lieferungen in der Schwachlastzeit (§ 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1. a KAV).

Der Nachweis ist auf Verlangen von wesernetz vor Belieferung in geeigneter Form (zum Beispiel Kundenverträge oder Wirtschaftsprüfertestat) zu erbringen. Voraussetzung neben der GPKE-konformen Meldung ist, dass an der betreffenden Entnahmestelle der Schwachlastverbrauch gemäß den veröffentlichten Schwachlastzeiten von wesernetz gesondert gemessen wird. Eine rechnerische Ermittlung der Schwachlastmenge sowie eine rückwirkende Verrechnung sind ausgeschlossen.

Netznutzung für Wärmespeicheranlagen

Netznutzung für Wärmespeicheranlagen

Bremisches Energiegesetz

Die Anzahl der Wärmestromkunden ist relativ gering, weil im Land Bremen die Errichtung von elektrischen Heizungen durch das Bremische Energiegesetz, BremEG, gesetzlich untersagt ist. Der bremische Gesetzgeber hat insoweit von der ihm zustehenden Gesetzgebungskompetenz Gebrauch gemacht und aus ökologischen Gründen weitere elektrische Direktheizungen oder Nachtstromspeicherheizungen abgelehnt.

Netzzugang bei Letztverbrauchern mit Wärmespeicheranlagen

Für die Abwicklung der Stromlieferung an diese Letztverbraucher mit Wärmespeicheranlagen wird eine verein-fachte Methode angewandt, so dass eine registrierende Lastgangmessung nicht erforderlich ist. Die wesernetz Bremen GmbH hat für diese Verbrauchergruppe der Stromkunden mit Wärmespeicheranlagen ein Lastprofil festgelegt und ermöglicht damit den diskriminierungsfreien Zugang zum Elektrizitätsversorgungsnetz. Letztver-braucher schließen im Fall der direkten Netznutzung einen entsprechenden Netznutzungsvertrag, während die Stromlieferanten einen Lieferantenrahmenvertrag mit wesernetz Bremen GmbH schließen.

Lastgang, registrierende Leistungsmessung


Die Elektrizitätsentnahme bei Stromkunden mit Wärmespeicheranlagen wird durch die wesernetz Bremen GmbH über Tarifschaltuhren zu- und abgeschaltet. Eine Elektrizitätsentnahme zu Hochlastzeiten wird damit ausgeschlossen; wegen dieser besonderen Netznutzung erübrigen sich eine registrierende Messung und die Speicherung der Leistungsmittelwerte. Die wesernetz Bremen GmbH hat ein einfaches Lastprofil mit nur einem Leistungsmittelwert zu Nachtzeiten während der Heizperiode festgelegt.

Lastprofil Wärmespeicheranlagen


Das Lastprofil für Stromkunden mit Wärmespeicheranlagen am Netz der wesernetz Bremen GmbH mit einer Elektrizitätsentnahme von 1.000 kWh während des Zeitraumes 01. 04., 00:00 h eines Jahres bis zum 31. 03., 24:00 h des Folgejahres ist wie folgt festgelegt (vereinfachtes Verfahren):

Zeitraum vom 01. 04. eines Jahres bis 30. 09. eines Jahres
in der Zeit von 00:00 h bis 06:00 h 0,0000 kW
in der Zeit von 06:00 h bis 22:00 h 0,0000 kW
in der Zeit von 22:00 h bis 24:00 h 0,0000 kW

Zeitraum vom 01. 10. eines Jahres bis zum 31. 03. des Folgejahres
in der Zeit von 00:00 h bis 06:00 h 0,6868 kW
in der Zeit von 06:00 h bis 22:00 h 0,0000 kW
in der Zeit von 22:00 h bis 24:00 h 0,6868 kW

Der Leistungswert 0,6868 kW ist normiert auf einen Jahresverbrauch von 1.000 kWh.

Netznutzungsentgelt

Das Netznutzungsentgelt bei Entnahmen in der Niederspannungsebene bei Letztverbrauchern mit Wärmespei-cheranlagen wird gemäß Preisblatt erhoben.

Entgelt für Messstellenbetrieb

Das Entgelt für den Messstellenbetrieb entspricht dem Entgelt für den Netzkunden ohne Lastgangzähler mit einem direkt messenden 1-Tarif-Drehstromzähler am Niederspannungsnetz mit jährlich rollierender Ablesung (Preisblatt 2).


Preisanträge für regulierte Entgelte

Die Bundesnetzagentur hat im Wege der Anreizregulierung die Erlösobergrenzen der wesernetz Bremen GmbH festgelegt, welche von wesernetz Bremen GmbH entsprechend der Stromnetzentgeltverordnungen in die Entgelte für den Zugang zu den Energieversorgungsnetzen umgesetzt wurden.

Ergebnis der Differenzbilanzierung

Preise für Mehr- und Mindermengen

Die Mehr-/Mindermengen gemäß § 13 Abs. 3 Strom NZV ergeben sich bei Abnahmestellen mit Standardlastprofil- (SLP) und temperaturabhängigen (TLP) Netznutzungsverträgen aus der Differenz zwischen der auf Basis einer Prognose vom Lieferanten bereitgestellten Energie und der vom Kunden tatsächlich bezogenen Energie. Eine Mehrmenge führt zu einer Vergütung an den Lieferanten, eine Mindermenge zu einer Nachverrechnung an den Lieferanten.

Die Mehr-/Mindermengen werden gemäß dem VDEW-Verfahren abgerechnet.
In den nachfolgenden Tabelle finden Sie die Mehr-/Mindermengenpreise nach dem VDEW-Verfahren.

Mit diesen Preisen ist lediglich die Bereitstellung der "mehr" oder "minder" gelieferten Energiemengen abgegolten, die Netznutzung entsprechend der tatsächlich bezogenen Energie für diese Mengen wird separat mit der Netznutzungsabrechnung für die jeweilige Abnahmestelle abgerechnet.

Mehr-/Mindermengenpreise
für SLP-Kunden
in ct/kWh (netto)
 2015   2016  2017  2018
 Januar  3,1780  3,4422  3,0083  3,7722
 Februar  3,5456  3,3878  3,1082  3,7047
 März  3,4657  3,3888  3,3584  3,4663
 April  3,4906  3,2517  3,5270  3,4595
 Mai  3,4917  3,1784  3,5981  3,5173
 Juni  3,4732  3,1283  3,6394  3,5459
 Juli  3,4311  3,1023  3,7045  3,5719
 August  3,4205  3,0835  3,7194  
 September  3,4461  3,0205  3,7638  
 Oktober  3,4739  2,9855  3,7908  
 November  3,4481  2,9832  3,8121  
 Dezember  3,4810  2,9611  3,7429  

Festlegung des Grundversorgers

Der Grundversorger für das Netzgebiet der allgemeinen Versorgung der wesernetz Bremen GmbH wurde gem. §36 Abs.2 EnWG am 01.07.2015 für den Zeitraum vom 01.07.2015 bis zum 30.06.2018 festgelegt.

Zum Grundversorger in der Freie und Hansestadt Bremen wurde bestimmt:
swb Vertrieb Bremen GmbH, Bremen

Bedingungen Grundversorgung

Die Bedingungen für die Grundversorgung entnehmen Sie bitte den Internetseiten des nach § 36 Abs.1 EnWG bestimmten Grundversorgers.

Preise für Grundversorgung

Die Preise für die Grundversorgung entnehmen Sie bitte den Internetseiten des nach § 36 Abs.1 EnWG bestimmten Grundversorgers.

Bedingungen Ersatzversorgung

Sofern Letztverbraucher über das Energieversorgungsnetz der wesernetz Bremen GmbH im Niederspannungsnetz Energie beziehen, ohne dass dieser Bezug einer Lieferung oder einem bestimmten Liefervertrag zugeordnet werden kann, gilt die Energie als von dem Unternehmen geliefert, das nach § 36 Abs.1 EnWG berechtigt und verpflichtet ist.

Preise für Ersatzversorgung

Die Preise für die Ersatzversorgung entnehmen Sie bitte den Internetseiten des nach § 36 Abs.1 EnWG bestimmten Unternehmens.

Stromkennzeichnung

Die Anteile von Energieträgern am Gesamtenergieträgermix entnehmen Sie bitte den Internetseiten des nach § 36 Abs.1 EnWG bestimmten Grundversorgers.