Einspeisung nach EEG / KWK-G

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat am 01.04.2000 das seit 1991 geltende Stromeinspeisegesetz (StrEG) als energiepolitisches Instrumentarium zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland abgelöst. Nach zahlreichen zwischenzeitlichen Gesetzesänderungen ist seit dem 01.08.2014 das derzeit gültige EEG 2014 in Kraft.

Das EEG verpflichtet Netzbetreiber, Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas unverzüglich vorrangig an ihr Netz anzuschließen und den gesamten aus diesen Anlagen angebotenen Strom vorrangig abzunehmen und zu übertragen. Das Gesetz regelt weiterhin die Höhe der Förderung für den abgenommenen Strom. Als Erneuerbare Energien im Sinne des Gesetzes gelten Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Deponiegas und Klärgas sowie Energie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie.

Inhaltlich ergänzt und konkretisiert wird das EEG durch diverse, auf der Grundlage des EEG erlassene Rechtsverordnungen (z.B. Ausgleichsmechanismusverordnung, Anlagenregisterverordnung).

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) vom 21.12.2015, durch die das KWKG 2002 ersetzt wurde, regelt die Abnahme und Vergütung von Strom aus KWK-Anlagen, die auf Basis von Steinkohle, Braunkohle, Abfall, Abwärme, Biomasse, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen betrieben werden, sowie die Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärmenetzen, in die Wärme aus KWK-Anlagen eingespeist wird. Die aktuellen Aufschläge (KWK-Umlage) für die jeweiligen Letztverbrauchergruppen können unseren Preisblättern entnommen werden.

Betreiberinnen und Betreiber von Einspeiseanlagen erhalten ab sofort keine gesonderten Einspeisevergütungsverträge mehr. Diese werden zukünftig durch eine Betreibererklärung ersetzt, die Betreiberinnen und Betreiber von Einspeiseanlagen ausgefüllt an den Netzbetreiber zurücksenden.

Ab 2012 erheben wir eine Gebühr für die Messung und Abrechnung Ihrer Einspeiseanlagen. Weitere Informationen entnehmen Sie folgendem "Preisblatt 2a Entgelte für Messung, Messstellenbetrieb und Abrechnung Einspeisung".

Für Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 8 kWp kann auf die Setzung eines Erzeugungszählers verzichtet werden.